Bereits seit 15 Jahren sammeln die Frauen in den beiden Gymnastikgruppen der Turngemeinde Niedernhausen - die Montags- und Dienstagsgruppe - mit ihrer Übungsleiterin Ingrid Zahnow an der Weihnachtsfeier eine Summe, die als Spende für die Diakonie gedacht ist. In diesem Jahr soll die Summe von 250 Euro die Arbeit für ältere und gebrechliche Menschen und insbesondere für Menschen mit Demenz unterstützen. Die rund 50 sportlichen Frauen, die nicht nur mit ihren sportlichen Aktivitäten in den beiden Gymnastikgruppen für sich selbst etwas Gutes tun, wollen mit ihrem Spendenbeitrag damit zur Hilfe und zur Betreuung älterer Menschen beitragen. Einen besonderen Wert, so Ingrid Zahnow, werde auf die Verwendung der Spende im heimischen Umfeld gelegt.

In diesem Jahr, so erläuterte die Leiterin der Diakonie, Roswitha Behnis bei der Übergabe des Geldbetrages, werde diese Summe für gesundheitsfördernde Präventionsmaßnahmen und Therapien in der Beschäftigung von Demenzkranken verwendet. Mit seniorengerechten Spielen, Büchern oder Kommunikationsmethoden sollen die Erinnerungsarbeit mit Gedächtnistraining, oder mit Turngeräten die Motorik mobilisiert werden. Und damit Körper und Geist bis in das höhere Alter unterstützt  werden. Die Ergänzung körperlicher Bewegung mit geistiger Anregung, wie beispielsweise durch Kreativitätstraining, tragen dazu bei, dass die körperlich-geistigen Fähigkeiten erhalten und möglicherweise eine Fortschreitung der Demenz gestoppt oder zumindest verlangsamt werden könnte. Die Fähigkeiten zum Gleichgewicht soll gestärkt werden und Grifferleichterungen sollen demenzkranken Senioren helfen. „Die gute Mischung macht´s“ schmunzelte Roswitha Behnis über die körperliche und geistige Therapieansätze. Man werde in künftigen Schulungen die Betreuungshelfer weiter ausbilden, um in Demenzgruppen, die später im „neuen“ Diakoniehaus ein Zuhause finden werden, neue Therapien anwenden zukönnen. Und sie betont, dass die Fördersumme ohne jede Minderung durch eine Bürokratie uneingeschränkt diesen Zwecken zugute kommen wird.

Natürlich dient auch die wöchentliche Gymnastik der TG-Frauen der körperlichen Fitness. Aber auch die verschiedenen Veranstaltungen, die beide Gruppen im Laufe des Jahres durchführen, fördern das Gemeinschaftsgefühl der Sportlerinnen.

Eberhard Heyne

Der symbolische Scheck wird von Ingrid Zahnow an Roswitha Behnis mit Monika Hüttel, Katja Hennig und Pamela Rossmann von der Diakonie  überreicht - von der Montagsgruppe ist Lilo Küpper und von der Dienstagsgruppe Ingrid Heyne dabei